Wir saßen in der “Orange” in Heidelberg, als mich Matthias fragte, ob ich mir vorstellen könnte, zusammen mit Dr. Oberlies im August an einer Schule in Hamburg einen Actionfilm zu drehen.

“Ich bin zu alt für diese Scheiße.”
-Wronski

Matthias Vogel und Thomas Oberlies kenne ich vom Kurzfilmfestival “Goldener Hirsch”. Die beiden haben schon etliche Kurzfilme abgedreht, ihr letztes gemeinsames Werk ist “Arbeit für Alle”.
Matthias ist Kulturagent in Hamburg. Was das im einzelnen bedeutet, kann anderswo nachgelesen werden. Für mich hieß das aber: er möchte den heißesten Actionfilm drehen, der je an einer Schule entstanden ist. Thomas und ich als künstlerische Leitung, er selbst als Produzent. Ja, finde ich gut, bin dabei.

Die Schule, an der der Film entstand, ist die Winterhuder Reformschule.
Oder anders; die Sozialpädagogin, die das ganze möglich gemacht hat, Conny “Constanze” von Appen, arbeitet an der Reformschule in Winterhude. Die drei ersten Wochen eines jeden Schuljahres dürfen die Schüler der Jahrgangsstufen 8-10 dort an einer sogenannten “Herausforderung” teilnehmen. Sie suchen sich eins der angebotenen Projekte raus und tragen sich ein. Ich weiss nicht, inwiefern es Zufall war, das ausgerechnet die 16 Besten in unserem Projekt landeten, aber grundsätzlich hatte ich einen richtig guten Eindruck von dieser Schule.
Die Jungs und Mädels spielten also nicht nur selbst im Film, sie führten auch abwechselnd Regie, Kamera und Ton und sorgten für Kostüme, Ausstattung, Maske etc.

In einem zünftigen Actionfilm darf es nicht an Kabumm fehlen. Wir entschieden uns, alle Effekte komplett in die Postproduktion zu verlegen. Mündungsfeuer, Einschusslöcher, Explosionen und Feuer wurden nachträglich eingebaut.

Ein erster VFX-Test in der Küche unseres Gastgebers.

Am rechten Bildrand sieht man noch den Prototypen unserer LED-Kanone, die die Lichtblitze erzeugt. Während der Dreharbeiten kam sie allerdings kaum zum Einsatz, da die Szenen meist zu hell waren, um sie wahrzunehmen.

 

Sonntag, den 2. Februar 2014, war die Premiere des Films im Uebel & Gefährlich in Hamburg. Der Laden war voll und die Menge tobte. Die Schüler waren stolz wie Bolle auf ihr Werk. Natürlich wurde der Film im Vorfeld begleitet von den üblichen Diskussionen, welche hier wiederzugeben mir meine Energie zu schade ist. Sobald die Trailer im Netz wieder freigegeben sind, werde ich sie hier einfügen.

Ich bin wieder zurück aus Hamburg. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die für den Film gemacht werden müssen. Dann geht er auch auf Festivaltournee. Und ich wende mich neuen Taten zu..